DSGVO und Datenschutz in der Pandemie

DSGVO und Datenschutz in der Pandemie

Die Zeit seit März 2020 war in der neueren Geschichte der Menschen eine ganz Besondere und extrem Herausfordernde: Wir haben erlebt, wie plötzlich möglich war, was vorher als undenkbar galt. Wir haben erlebt, wie Gesellschaften und Ökonomien ganzer Länder zum Stillstand kamen.

Und wir konnten viel lernen, auf vielen Gebieten: Vor allem im Umgang mit den Daten, die immer mehr unser tägliches Leben bestimmen.

Durch die ständige Nutzung von Smartphones, PCs, von SmartHome bis hin zu autonom fahrenden Autos – fließen die Datenströme schier unkontrollierbar durch die Netze und die weltweite Datenmenge vermehrt sich in immer kürzeren Zeitfenstern exponentiell.

Die meisten von uns wissen längst nicht mehr, wo sich ihre Daten befinden, bzw. an welche Dienste und Applikationen welche Daten übermittelt und wie diese dann verwendet werden. Und vor allem entzieht es sich schon länger unserer Kenntnis, für welche Zwecke sie genutzt werden. Ein besonderes Augenmerk sollten wir auf personenbezogene Daten legen, wem wir diese übermitteln und wie diese verwendet und verwaltet werden.

Genau hier hilft die DSGVO, die Datenschutz-Grundverordnung, die am 25. Mai 2018 in Kraft trat. Sie definiert klar, welche Daten betroffen sind, also als personenbezogen eingestuft werden und wie mit diesen umzugehen ist.

Der Datenschutz und die DSGVO wird erlebbar.

In den Monaten der Lockdowns wurden aus Millionen Home Offices auf der ganzen Welt personenbezogene und schützenswerte Daten übermittelt, mal mehr, mal weniger sicher.

Auch wenn sich das öffentliche Leben langsam wieder in Richtung Normalität bewegt, geben wir weiter unsere persönlichen Daten bei der Registrierung im Café, im Restaurant oder beim Frisör ab, wir werden beim Grenzübergang registriert und unsere Daten werden in vielen Fällen mit unseren Gesundheitsdaten kombiniert.

Besonders hier ist die DSGVO deutlich: In Artikel 9 wird klar geregelt, dass Gesundheitsdaten besonders zu schützen sind. Und dass ihre Aufnahme und Verarbeitung nur im angemessenen Verhältnis zu dem verfolgten Ziel mit „angemessenen und spezifischen Maßnahmen zur Wahrung der Rechte und Freiheiten der betreffenden Person“ rechtens ist.

Die Anfragen zum Schutz der personenbezogenen Daten haben bei Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden in der Zeit der Pandemie stark zugenommen.
Aber auch die Datenpannen haben laut den Aufsichtsbehörden im vergangenen Jahr 2020 stark zugenommen. In diesem einen Jahr gab es mehr Vorfälle, als im Zeitraum zwischen Mai 2018 und Ende 2019.

Dies lässt vermuten, dass viele Unternehmen einerseits mit der Verarbeitung und der Absicherung der Daten überfordert sind, dass aber andererseits auch die Angriffe von Hackern und Cyberkriminellen ständig zunehmen.

Diese Angriffe zeigen uns, wie sensibel der Umgang mit den schützenswerten Daten ist und gerade in der aktuellen Pandemie wurde uns allen deutlich, wie wichtig der Schutz unserer persönlichen Daten ist.

Umso notwendiger ist die DSGVO, die die Rechte der EU-Bürger in dieser Hinsicht festschreibt und reguliert.

Datenschutz und DSGVO darf der Weiterentwicklung und Digitalisierung nicht im Wege stehen.

Wie wichtig die Digitalisierung unserer Gesellschaft ist, wird nicht nur seit Jahren von Experten betont.

Die Monate der Corona-Krise haben uns allen deutlich gemacht, dass unser Gesundheitswesen eine bessere Digitalisierung benötigt. Die digitale Patientenakte ist die notwendige Basis. Mit den richtigen technischen Mitteln abgesichert, ermöglicht sie eine bessere und schnellere Koordination der Versorgung, klarere Datengrundlage für Forschung und  Planung und schnelleres Verfolgen von Infektionsketten.

In deutschen Gesundheitsämtern, bei Ärzten oder auch einigen Krankenhäusern wird immer noch über Papierbergen und Aktenstapeln gebrütet und per Fax kommuniziert. Dabei gehen nicht nur Informationen verloren, die Kommunikation ist langsam, nicht nachvollziehbar und zu allem Übel sind die notwendigen Verschlüsselungstechnologien nicht vorhanden.

An diesem Beispiel wird deutlich, dass der Datenschutz und die DSGVO kein Hindernis für die Digitalisierung in Deutschland ist, sondern im Gegenteil. Nur wenn unsere Daten in einem geschützten Rahmen „reisen“ und abgespeichert werden, können die Bürger das nötige Vertrauen in die Digitalisierung und neue Technologien entwickeln und die notwendige Entwicklung kann akzeptiert werden.

Die Lösung für Datensicherheit bringt Sicherheits-Software.

Wie man schnell und sicher personenbezogene Gesundheitsdaten an den Grenzen im Katastrophenfall, wie der Corona-Pandemie, aufnehmen kann zeigt das Beispiel eines österreichischen Bundeslandes: Soldaten nahmen an den österreichischen Grenzen nicht nur die persönlichen Daten der Einreisenden auf sondern ihre wichtige Aufgabe bestand darin, die Temperatur zu messen und festzuhalten. Diese personenbezogenen Gesundheitsdaten wurden digital und jederzeit verschlüsselt auf einen Server übermittelt und so zentral für alle nachfolgend beteiligen Organisationen, wie Polizei, Rettungsdienste, Feuerwehr, Krankenhäuser usw., zur Verfügung gestellt. Die Kommunikationskanäle und der Server waren abgesichert, jeder Zugriff wurde registriert und eine schnelle Reaktion und DSGVO konformer Umgang möglich gemacht.

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