WEF Global Cybersecurity Outlook 2026: Wichtige Erkenntnisse für Führungskräfte
Der Global Cybersecurity Outlook 2026 des Weltwirtschaftsforums, veröffentlicht im Januar in Zusammenarbeit mit Accenture, liest sich weniger wie ein Bericht und mehr wie ein Warnschuss. Basierend auf den Antworten von 804 qualifizierten Teilnehmern aus 92 Ländern – darunter 316 CISOs, 105 CEOs und 123 weitere C-Level-Führungskräfte – zeichnet die fünfte Ausgabe dieser jährlichen Umfrage ein Bild einer Cybersecurity-Landschaft, die sich schneller entwickelt, als die meisten Unternehmen mithalten können.
wichtige Erkenntnisse
- KI treibt Veränderungen in der Cybersecurity schneller voran, als Governance mithalten kann. 94 % der Befragten sehen KI als wichtigsten Treiber für Veränderungen in der Cybersecurity im Jahr 2026, und 87 % nennen KI-bezogene Schwachstellen als das am schnellsten wachsende Cyberrisiko im Jahr 2025. Dennoch verfügen rund ein Drittel der Unternehmen weiterhin über keinen Prozess zur Bewertung der Sicherheit von KI-Tools vor deren Einsatz. Die Lücke zwischen KI-Einführung und KI-Governance wird größer statt kleiner.
- Geopolitische Unsicherheit hat Cyber-Strategien dauerhaft verändert. 66 % der Unternehmen haben ihre Cybersecurity-Strategie aufgrund geopolitischer Instabilität angepasst, und 31 % der Befragten haben wenig Vertrauen in die Fähigkeit ihres Landes, auf größere Cybervorfälle gegen kritische Infrastrukturen zu reagieren. Die Cybersecurity-Planung erfordert nun dauerhaft die Berücksichtigung geopolitischer Risiken – nicht nur gelegentlich.
- Cyberbasierter Betrug hat epidemische Ausmaße erreicht. 73 % der Befragten geben an, dass sie selbst oder jemand aus ihrem beruflichen Netzwerk in den letzten 12 Monaten von cyberbasiertem Betrug betroffen waren. CEOs sehen Betrug inzwischen als ihr größtes Cyberrisiko – noch vor Ransomware. Phishing, Vishing und Smishing machen 62 % der Betrugsfälle aus, gefolgt von Rechnungs- und Zahlungsbetrug mit 37 %.
- Schwachstellen in der Lieferkette sind die größte Herausforderung für große Unternehmen. 65 % der Großunternehmen nennen Schwachstellen bei Drittparteien und in der Lieferkette als größtes Hindernis für Cyber-Resilienz, gegenüber 54 % im Jahr 2025. Dennoch simulieren nur 27 % Cybervorfälle mit Lieferkettenpartnern, und nur 33 % erfassen ihre Lieferkettenökosysteme umfassend. Die Lücke zwischen Risikobewusstsein und Risikomanagement bleibt gefährlich groß.
- Die Resilienz-Lücke zwischen großen und kleinen Unternehmen wächst weiter. 19 % der Unternehmen berichten inzwischen, dass ihre Cyber-Resilienz die Anforderungen übertrifft – mehr als doppelt so viele wie die 9 % im Jahr 2025. Aber 17 % melden weiterhin unzureichende Resilienz, und 85 % davon fehlt es zudem an kritischen Cybersecurity-Kompetenzen. Kleine Unternehmen geben 2,5-mal häufiger an, dass ihre Resilienz unzureichend ist, verglichen mit Großunternehmen. Cybersecurity wird zum strukturellen Vorteil für Unternehmen, die es sich leisten können.
Die Zahlen sind eindrucksvoll: 94 % der Befragten sagen, dass KI in diesem Jahr der wichtigste Treiber für Veränderungen in der Cybersecurity sein wird. 87 % nennen KI-bezogene Schwachstellen als das am schnellsten wachsende Cyberrisiko im Jahr 2025. Und 73 % berichten, dass sie selbst oder jemand aus ihrem beruflichen Netzwerk in den letzten 12 Monaten von cyberbasiertem Betrug betroffen waren.
Das sind keine abstrakten Prognosen. Es sind die realen Erfahrungen von Sicherheitsexperten und Unternehmenslenkern, die sich im täglichen Chaos behaupten müssen.
Schauen wir uns an, was der Bericht wirklich aussagt – und an welchen Stellen Unternehmen dringend nachbessern müssen, bevor der nächste Vorfall Schlagzeilen macht.
KI schreibt die Spielregeln neu
Wenn es einen roten Faden im gesamten Bericht gibt, dann diesen: KI hat grundlegend verändert, wie Angriffe erfolgen, wie Verteidigungsmaßnahmen aufgebaut werden und wie Risiken bewertet werden. Und das Tempo der Veränderung überholt die Governance auf nahezu allen Ebenen.
Der Bericht betrachtet die Auswirkungen von KI auf drei miteinander verbundene Dimensionen. Erstens vergrößert die Integration von KI die Angriffsfläche auf eine Weise, die mit klassischen Sicherheitskontrollen nicht abgedeckt werden kann. Zweitens setzen Verteidiger KI ein, um Erkennung, Incident Response und die Automatisierung repetitiver Analyseaufgaben zu verbessern. Drittens – und das ist der Punkt, der besonders beunruhigen sollte – nutzen Angreifer KI, um ihre Attacken mit nie dagewesener Präzision zu skalieren und zu verfeinern.
Die gute Nachricht: Unternehmen beginnen, KI-Sicherheit ernst zu nehmen. Der Anteil der Unternehmen mit Prozessen zur Bewertung der Sicherheit von KI-Tools hat sich innerhalb eines Jahres fast verdoppelt – von 37 % im Jahr 2025 auf 64 % im Jahr 2026. 40 % führen nun regelmäßige Überprüfungen von KI-Tools vor deren Einsatz durch – ein klares Zeichen für reifere Governance-Praktiken.
Die schlechte Nachricht: Rund ein Drittel der Unternehmen hat immer noch keinerlei Prozess, um die Sicherheit von KI-Tools vor deren Einsatz zu validieren. Das ist eine massive Schwachstelle in einer Welt, in der Angreifer generative KI bereits für Phishing, Deepfakes und Aufklärung im industriellen Maßstab einsetzen.
Aus Sicht von Kiteworks unterstreicht diese Lücke eine entscheidende Wahrheit für die Kommunikation sensibler Inhalte: Die von Unternehmen eingesetzten KI-Tools zur Verarbeitung, Analyse und zum Austausch vertraulicher Daten müssen mit der gleichen Sorgfalt gesteuert werden wie jede andere Infrastrukturkomponente. Wenn generative KI sensible Inhalte verarbeitet – sei es beim Verfassen von Mitteilungen, Zusammenfassen juristischer Dokumente oder bei der Verarbeitung von Finanzdaten – müssen Unternehmen genau wissen, wohin diese Daten gelangen, wer darauf zugreifen kann und welche Schutzmechanismen Datenabfluss verhindern. Genau deshalb ist ein Private Data Network-Ansatz, bei dem sensible Datenflüsse konsolidiert, nachverfolgt und innerhalb eines einheitlichen Governance-Rahmens geschützt werden, essenziell, je schneller die KI-Einführung voranschreitet.
Geopolitik ist dauerhaft Teil der Cyber-Strategie
Der Bericht macht deutlich, dass geopolitische Unsicherheit kein vorübergehender Gegenwind ist – sondern ein dauerhaftes Merkmal der Cybersecurity-Landschaft. Rund 64 % der Unternehmen berücksichtigen inzwischen geopolitisch motivierte Cyberangriffe in ihren Risikostrategien, und 66 % haben ihre Cybersecurity-Strategie explizit wegen geopolitischer Instabilität angepasst.
Besonders aufschlussreich ist das Vertrauensdefizit: 31 % der Befragten berichten von geringem Vertrauen in die Fähigkeit ihres Landes, auf größere Cybervorfälle gegen kritische Infrastrukturen zu reagieren – ein Anstieg gegenüber 26 % im Vorjahr. Die regionalen Unterschiede sind gravierend: 84 % der Befragten aus dem Nahen Osten und Nordafrika äußern Vertrauen in die Cyber-Resilienz ihres Landes, verglichen mit nur 13 % in Lateinamerika und der Karibik.
Die größten Unternehmen reagieren mit Investitionen in Threat Intelligence und engerer Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden. 70 % der Unternehmen mit mehr als 100.000 Beschäftigten setzen verstärkt auf nation-state Threat Intelligence, verglichen mit nur 30 % der Unternehmen mit weniger als 1.000 Mitarbeitenden. Das ist logisch – globale Unternehmen haben globale Angriffsflächen – bedeutet aber auch, dass kleinere Unternehmen zunehmend exponiert und auf sich allein gestellt sind.
Auch das Thema Souveränität wird lauter: Der Bericht dokumentiert, wie europäische Kommunen und Bundesbehörden auf souveräne oder regional verwaltete Cloud-Lösungen umsteigen, um die Abhängigkeit von ausländischen Technologieanbietern zu verringern. Das ist keine reine Compliance-Show, sondern Ausdruck eines echten Vertrauenswandels – nicht nur in Systeme, sondern auch in die geopolitische Zuverlässigkeit der dahinterstehenden Ökosysteme.
Für Kiteworks bestätigt dieser Trend das zero-trust-Modell für den Datenaustausch, das sichere Kommunikation sensibler Inhalte ermöglicht. Wenn Unternehmen in unterschiedlichen Rechtsräumen mit verschiedenen Anforderungen an Datensouveränität agieren, brauchen sie eine Infrastruktur, die Datenresidenz erzwingt, Verschlüsselung und Zugriffskontrollen unabhängig vom Standort konsistent anwendet und einen vollständigen Audit-Trail für jede gesendete, empfangene oder abgerufene Datei bereitstellt. Die geopolitische Fragmentierung, die das WEF beschreibt, wird sich nicht umkehren. Unternehmen müssen für eine Welt bauen, in der regulatorische und Bedrohungslandschaften in jedem Land unterschiedlich aussehen.
Cyberbasierter Betrug ist Mainstream geworden
Eines der ernüchterndsten Ergebnisse des Berichts ist die schiere Häufigkeit von cyberbasiertem Betrug. 73 % der Befragten sagen, dass sie selbst oder jemand aus ihrem Netzwerk im vergangenen Jahr von Betrug betroffen war. Der häufigste Angriffsvektor? Phishing, Vishing und Smishing – von 62 % der Betroffenen genannt. Rechnungs- und Zahlungsbetrug folgen mit 37 %, Identitätsdiebstahl mit 32 %.
Das ist längst nicht nur ein Unternehmensproblem, sondern ein gesellschaftliches. In Subsahara-Afrika waren 82 % der Befragten betroffen, in Nordamerika 79 %.
Die Diskrepanz zwischen CEOs und CISOs ist aufschlussreich: CEOs sehen cyberbasierten Betrug inzwischen als größte Bedrohung – und verdrängen damit erstmals Ransomware von Platz eins (2025). CISOs sehen Ransomware weiter als Hauptbedrohung, gefolgt von Störungen in der Lieferkette. Diese Divergenz spiegelt die unterschiedlichen Perspektiven wider: CEOs fokussieren sich auf finanzielle Verluste und Reputationsschäden, während CISOs operative Störungen und technische Risiken im Blick haben.
Der Bericht hebt zudem eine besorgniserregende Entwicklung hervor: das Aufkommen autonomer KI-Agents, die komplette Angriffsketten ausführen können. Im November 2025 veröffentlichte Anthropic Details zu einer Cyber-Spionage-Operation, bei der KI in allen Phasen eines Angriffs eingesetzt wurde – von der Aufklärung über die Ausnutzung bis zur Datenexfiltration. Es war der erste bestätigte Fall, in dem agentische KI Zugang zu hochkarätigen Zielen wie großen Technologieunternehmen und Regierungsstellen erlangte.
Aus Sicht von Kiteworks unterstreicht die Betrugswelle, warum Unternehmen die Kontrolle darüber behalten müssen, wie sensible Inhalte das Unternehmen verlassen und erreichen. Rechnungs- und Zahlungsbetrug sowie Business Email Compromise nutzen Schwachstellen beim Austausch von Dateien und Kommunikation mit externen Partnern aus. Eine konsolidierte Plattform für E-Mail, Filesharing, Managed File Transfer und Web-Formulare – mit integriertem Digital Rights Management, Multi-Faktor-Authentifizierung und Echtzeit-Erkennung von Anomalien – schließt die Lücken, die Betrüger so effektiv ausnutzen.
Cyber-Resilienz: Fortschritte, aber nicht schnell genug
Der Bericht zeigt einen schrittweisen Fortschritt bei der organisatorischen Resilienz. 19 % der Unternehmen sagen inzwischen, dass ihre Cyber-Resilienz die Anforderungen übertrifft – mehr als doppelt so viele wie 9 % im Jahr 2025. Aber 17 % melden weiterhin unzureichende Resilienz, und die Lücke zwischen gut und schlecht ausgestatteten Unternehmen bleibt groß.
Besonders aufschlussreich sind die Daten zu den Unterschieden zwischen hochresilienten und weniger resilienten Unternehmen:
- KI-Sicherheitsüberprüfungen: Hochresiliente Unternehmen überprüfen mehr als dreimal so häufig regelmäßig die Sicherheit von KI-Tools (71 % vs. 20 %).
- Integration in Beschaffung: Sie beziehen die Sicherheit deutlich häufiger in Beschaffungsentscheidungen ein (76 % vs. 53 %).
- Lieferantenbewertung: Sie bewerten die Sicherheitsreife von Lieferanten deutlich häufiger (74 % vs. 48 %).
- Vorfallssimulation: Sie simulieren Cybervorfälle mit Ökosystempartnern häufiger (44 % vs. 16 %).
- Vorstandseinbindung: 99 % der hochresilienten Unternehmen berichten von einer Einbindung des Vorstands in die Cybersecurity, verglichen mit nur 87 % der weniger resilienten Unternehmen.
Die Kompetenzlücke verschärft das Problem zusätzlich. Unter den Unternehmen mit unzureichender Resilienz berichten 85 % auch über fehlende kritische Cybersecurity-Kompetenzen. Besonders groß ist der Mangel an Threat Intelligence Analysten, DevSecOps-Ingenieuren sowie Spezialisten für Identity & Access Management. Regional sind Lateinamerika und die Karibik (65 %) sowie Subsahara-Afrika (63 %) am stärksten betroffen.
Besonders besorgniserregend ist die Lieferketten-Dimension: 65 % der Großunternehmen sehen Schwachstellen bei Drittparteien und in der Lieferkette inzwischen als größte Herausforderung für ihre Resilienz – gegenüber 54 % im Jahr 2025. Dennoch simulieren nur 27 % Cybervorfälle mit ihren Lieferkettenpartnern, und nur 33 % erfassen ihre Lieferkettenökosysteme umfassend.
Hier sieht Kiteworks die dringendste Lücke: Jedes Mal, wenn ein Unternehmen sensible Inhalte mit einer Drittpartei – etwa einem Lieferanten, einer Kanzlei, einem Finanzberater oder einer Behörde – teilt, erweitert es seine Angriffsfläche auf die Umgebung des Partners. Ohne Transparenz darüber, wer auf welche Inhalte, von wo und unter welchen Bedingungen zugreift, agieren Unternehmen blind in Bezug auf das, was das WEF als „Erbschaftsrisiko“ bezeichnet: die Unfähigkeit, die Integrität von Drittanbieter-Software, -Hardware und -Services zu gewährleisten. Ein Private Data Network schafft diese Transparenz, indem es eine zentrale Sicht auf alle sensiblen Datenaustausche bietet – unabhängig vom Kanal – und konsistente Sicherheitsrichtlinien im gesamten Ökosystem anwendet.
Die wirtschaftliche Dimension war noch nie so relevant
Der Bericht rückt die wirtschaftlichen Auswirkungen von Cybersecurity in den Fokus. Laut einer im Bericht zitierten Studie der britischen Regierung kostet ein durchschnittlicher schwerwiegender Cyberangriff Unternehmen rund 250.000 US-Dollar, und der gesamtwirtschaftliche Schaden beläuft sich auf geschätzte 19,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Die Weltbank ergänzt, dass die Reduzierung schwerer Cybervorfälle das BIP pro Kopf in Entwicklungsländern um 1,5 % steigern könnte.
Das Fallbeispiel Jaguar Land Rover macht dies besonders deutlich: Ein Cyberangriff im August 2025 legte die Produktion des Automobilherstellers weltweit für fünf Wochen lahm und betraf mehr als 5.000 Zulieferer. Die direkten Kosten beliefen sich auf 260 Millionen US-Dollar, die Umsätze sanken um fast 25 %, und die britische Wirtschaft erlitt einen Gesamtschaden von rund 2,5 Milliarden US-Dollar. Die britische Regierung stellte schließlich eine Kreditgarantie über 2 Milliarden US-Dollar zur Stabilisierung der Lieferkette bereit.
Diese Zahlen widerlegen endgültig die veraltete Sichtweise, dass Cybersecurity ein reiner IT-Kostenfaktor ist. Sie ist ein wirtschaftliches Muss – mit direktem Einfluss auf nationale Wettbewerbsfähigkeit, Lieferkettenstabilität und Unternehmensbewertung.
Blick nach vorn: Bedrohungen am Horizont
Der Bericht schließt mit der Identifikation mehrerer Bedrohungsvektoren, die sich zwar leise entwickeln, aber bis 2030 die Cybersecurity prägen werden:
- Autonome Systeme und Robotik: Sie schaffen neue cyber-physische Risikoprofile, bei denen maschinelle Entscheidungen die Sicherheit binnen Sekunden beeinflussen können.
- Digitale Währungen: Sie entwickeln sich zu kritischer Infrastruktur, deren Sicherheit die wirtschaftliche Stabilität absichert.
- Quantentechnologien: Sie werden von theoretischen Bedenken zu konkreten Bedrohungen für die Kryptografie, da NIST-Standards für Post-Quantum-Kryptografie bereits veröffentlicht sind und Migrationsfristen näher rücken.
- Weltraum- und Untersee-Infrastruktur: Nur 15 % der Unternehmen berücksichtigen weltraumbasierte Assets in ihrer Cybersecurity-Risikominderung, und nur 18 % die Verwundbarkeit von Unterseekabeln.
- Klimawandel: Er verschärft Cyberrisiken, indem er die physische Infrastruktur stört, auf der digitale Systeme aufbauen.
Das Zeitfenster für proaktive Vorbereitung in all diesen Bereichen schließt sich. Und laut WEF-Daten haben zu viele Unternehmen noch nicht einmal begonnen.
Fazit
Der Global Cybersecurity Outlook 2026 beschreibt ein Ökosystem unter enormem Druck. KI beschleunigt sowohl Angriffe als auch Verteidigung. Geopolitik hat die Bedrohungslandschaft dauerhaft verändert. Betrug hat epidemische Ausmaße erreicht. Lieferketten bleiben gefährlich intransparent. Und die Lücke zwischen cyberresilienten Unternehmen und allen anderen wächst weiter.
Die wichtigste Erkenntnis des Berichts ist vielleicht auch die einfachste: Erfolgreich sind nicht die Unternehmen, die Angriffen komplett entgehen. Erfolgreich sind die, die Governance, Transparenz und kollaborative Infrastruktur aufgebaut haben, um Schocks abzufedern und sich schnell zu erholen.
Für Kiteworks bestätigt das die Überzeugung, dass der Schutz sensibler Inhalte nicht nur der Vermeidung von Datenpannen dient – sondern die operative Resilienz schafft, die es Unternehmen ermöglicht, auch im Ernstfall weiterzuarbeiten. Das bedeutet: Konsolidierung der Kommunikation sensibler Inhalte auf einer Plattform mit vollständiger Transparenz, Anwendung von zero-trust-Prinzipien auf jeden Austausch und Pflege von Audit-Trails, wie sie Regulierer, Vorstände und Partner zunehmend verlangen.
Die Cybersecurity-Landschaft, wie sie dieser Bericht beschreibt, wird nicht einfacher. Die Unternehmen, die das erkennen – und entsprechend handeln – werden auch die nächsten Krisen überstehen.
Häufig gestellte Fragen
Der Global Cybersecurity Outlook 2026 ist die fünfte Ausgabe der jährlichen Cybersecurity-Umfrage des Weltwirtschaftsforums, veröffentlicht im Januar 2026 in Zusammenarbeit mit Accenture. Der Bericht basiert auf den Antworten von 804 qualifizierten Teilnehmern aus 92 Ländern, darunter 316 CISOs, 105 CEOs und 123 weitere C-Level-Führungskräfte. Er beleuchtet die drängendsten Cybersecurity-Herausforderungen für Unternehmen und Regierungen weltweit, mit Fokus auf die Auswirkungen von KI auf die Bedrohungslage, geopolitische Einflüsse auf Cyber-Strategien, den Anstieg von cyberbasiertem Betrug, Schwachstellen in der Lieferkette und die wachsende Lücke zwischen cyberresilienten Unternehmen und Nachzüglern.
Der Bericht identifiziert KI als wichtigsten Treiber für Veränderungen in der Cybersecurity im Jahr 2026 – dem stimmen 94 % der Befragten zu. 87 % der Unternehmen nennen KI-bezogene Schwachstellen als das am schnellsten wachsende Cyberrisiko im Jahr 2025. Während die Governance besser wird – der Anteil der Unternehmen, die die Sicherheit von KI-Tools vor deren Einsatz bewerten, hat sich von 37 % auf 64 % fast verdoppelt – verfügen rund ein Drittel der Unternehmen weiterhin über keinen Prozess zur Validierung der KI-Sicherheit. Der Bericht warnt zudem vor autonomen KI-Agents, die komplette Cyberangriffe eigenständig ausführen können, und verweist auf einen Fall aus November 2025, der von Anthropic veröffentlicht wurde.
Cyberbasierter Betrug hat epidemische Ausmaße erreicht. 73 % der Befragten berichten, dass sie selbst oder jemand aus ihrem beruflichen Netzwerk in den letzten 12 Monaten von Betrug betroffen waren. Phishing, Vishing und Smishing waren mit 62 % die häufigsten Angriffsvektoren, gefolgt von Rechnungs- und Zahlungsbetrug mit 37 % sowie Identitätsdiebstahl mit 32 %. Subsahara-Afrika meldet mit 82 % die höchste Betrugsrate, dicht gefolgt von Nordamerika mit 79 %. CEOs sehen cyberbasierten Betrug inzwischen als größte Bedrohung – und verdrängen damit erstmals Ransomware von Platz eins.
Während 19 % der Unternehmen inzwischen eine Cyber-Resilienz melden, die die Anforderungen übertrifft – gegenüber 9 % im Jahr 2025 – wird die Kluft zwischen gut und schlecht ausgestatteten Unternehmen größer. 17 % berichten weiterhin von unzureichender Resilienz, und 85 % davon fehlt es zudem an kritischen Cybersecurity-Kompetenzen. Kleine Unternehmen geben 2,5-mal häufiger an, dass ihre Resilienz unzureichend ist, verglichen mit Großunternehmen. Der Fachkräftemangel ist besonders ausgeprägt bei Threat Intelligence Analysten, DevSecOps-Ingenieuren und Identity & Access Management-Spezialisten, wobei Lateinamerika und die Karibik (65 %) sowie Subsahara-Afrika (63 %) die größten Lücken aufweisen.
Kiteworks begegnet den zentralen Herausforderungen des Berichts mit seinem Private Data Network-Ansatz für die Kommunikation sensibler Inhalte. Für KI-Governance bietet Kiteworks Transparenz über Datenflüsse durch KI-Tools mit vollständigen Audit-Trails. Bei geopolitischen und Datenresidenz-Anforderungen setzt das zero-trust-Modell von Kiteworks Datenresidenz durch und wendet Verschlüsselung sowie Zugriffskontrollen über alle Rechtsräume hinweg konsistent an. Zur Betrugsprävention konsolidiert Kiteworks E-Mail, Filesharing, Managed File Transfer und Web-Formulare auf einer einzigen Plattform mit Digital Rights Management, Multi-Faktor-Authentifizierung und Anomalieerkennung. Für Lieferketten-Resilienz schafft Kiteworks eine zentrale Sicht auf alle sensiblen Datenaustausche mit Drittparteien, wendet konsistente Sicherheitsrichtlinien an und erfasst unveränderliche Audit-Logs, wie sie Regulierer, Vorstände und Partner zunehmend verlangen.